Die Badehose – modisch und praktisch

No Comments Juli 13, 2011  |  Allgemein
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Wenn man sich die Geschichte der Badehose anschaut, dann stolpert man über ziemlich lustige Kleidungsstücke, die vor allem zu den Anfängen des Badebetriebs an Nord- und Ostsee im 19. Jahrhundert verwendet worden sind. Die Badekleidung in der heutigen offenen Form kannte man damals noch nicht, sondern Männlein und Weiblein trugen Bodys, die oft sogar kleine Ärmel besaßen und bei den Damen mit Rüschen verziert waren. Die heute übliche Blöße galt damals noch als unschicklich.

Einer der größten Nachteile der frühen Badehose war, dass sie oft aus Leinen gefertigt war, das sich im Wasser vollsog und anschließend selbst in der prallen Sonne lange Zeit brauchte, ehe sie trocken wurde. Zog man sich früher nach dem Baden nicht unmittelbar wieder um, riskierte man einige gesundheitliche Probleme, die vom schlichten Schnupfen bis hin zu Nierenerkrankungen reichen konnten.

Die heutige Badebekleidung wird aus modernen Kunstfasern hergestellt, die formstabil sind und die sehr schnell trocknen. So mancher Badehose sieht man schon nach wenigen Minuten in der Sonne nicht mehr an, dass ihr Träger noch kurz zuvor einen wilden Hechtsprung ins Wasser gemacht hat. Auch besitzen die Fasern zusätzliche Vorteile, die entweder in einer kompletten Blockierung der Sonnenstrahlen bestehen oder die so zusammengestellt sind, dass die Sonnenstrahlen fast ungehindert hindurch dringen können. So kann man die störenden hellen Stellen verhindern, die altertümliche Badebekleidung meistens auf der Haut hinterlässt.

Zeitweise gab es die Badehose und den Badeanzug auch in der Variante „Schwimmkerl“. Hinter dem etwas derben Namen verbarg sich Badebekleidung, auf deren Innenseite sich zusätzliche Kammern befanden, die mit Luft gefüllt werden konnten und so für zusätzlichen Auftrieb sorgten. Allerdings war es ein Trugschluss, dass man sich damit als Nichtschwimmer sicher fühlen könne, denn das war definitiv nicht der Fall, sondern diese Badebekleidung konnte bestenfalls Unterstützung geben.

Heute kennt man bei der Badehose und beim Badeanzug sehr viele verschiedene Schnitte und Dekore. Das klassische Dreieck der Badehosen aus der Mitte des 20. Jahrhunderts hat der variablen Sporthose Platz gemacht. Besonders die Jugendlichen bevorzugen Formen, die eher einer Freizeithose als Badebekleidung ähneln. Bei den Damen erfreuen sich auch die kleinen Stoffstücke mit zarten Bändern, namentlich Bikinis, großer Beliebtheit, wenn man nicht mit verstärkten Zonen ein paar überflüssige Pfunde wegmogeln möchte.

© Aamon – Fotolia.com

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